Die Konitzer Mordaffäre, Herbert Beckmann
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oder Die Anatomie eines Pogroms
Von Herbert Beckmann
125 x 190 mm, 196 Seiten, Softcover
978-3-910563-47-6
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Beschreibung
Im März 1900 wird in der westpreußischen Kleinstadt Konitz der achtzehnjährige Schüler Ernst Winter ermordet. Zuerst wird sein Torso gefunden, dann tauchen weitere Körperteile auf. Die Polizei kommt mit dem Fall nicht voran. Angst, Wut und Hysterie in der Bevölkerung brechen sich Bahn, und Antisemiten schüren das Gerücht, die Juden hätten einen Ritualmord an dem Jungen begangen, um die Christen zu verhöhnen. Pogromstimmung kommt auf, greift rasch um sich. Schon bald steht die ganze Konitzer Judengemeinde am Pranger. Die Ereignisse eskalieren und münden in den schlimmsten antisemitischen Gewaltexzessen des deutschen Kaiserreichs.
Anhand tatsächlicher Ereignisse zeigt der Autor, dass Antisemitismus in Deutschland nicht 1933 gleichsam über Nacht entstand, sondern auf schon lange bestehenden Feindbildern und Verschwörungsmythen aufbauen konnte.
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